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Hilft eine externe Grafikkarte Notebook Nutzern?

Mit einem Notebook bleibt der Anwender jederzeit flexibel. Die tragbaren Rechner brauchen nur wenig Platz und lassen sich leicht transportieren. Allerdings können die Hersteller wegen der kompakten Bauweise nicht alle Kundenwünsche berücksichtigen. Besonders das Display ist für anspruchsvolle Anwendungen deshalb meist nicht geeignet. Mit einer externen Grafikkarte aber steht auch für Gamer ausreichend Rechenleistung für komplexe Darstellungen zur Verfügung.

Welchen Grafikanforderungen können klassische Notebooks gerecht werden?

Üblicherweise reicht ein Notebook vollkommen aus für klassische Büroarbeiten oder das Studium. Die Textverarbeitung oder das Surfen im Internet stellen an die verbaute Grafikkarte keine besonderen Anforderungen. Aus Platzgründen verfügt die auf dem Mainboard integrierte GPU (Grafic Processing Unit) nur über begrenzte Kapazitäten.

Für die genannten Aktivitäten ist die grafische Abteilung somit gut ausgestattet. Aber bei rechenintensiven Aufgaben, wie sie beim Gaming oder anspruchsvollen und damit datenintensiven Grafikprogrammen auftreten, ist die Leistung der On-Board-Grafik in vielen Fällen einfach zu gering.

Unterschiede zu Gaming Laptops?

Der Unterschied zwischen einem normalen und einem Gaming Laptop besteht hauptsächlich in der Auswahl der Hardware. Damit der Anwender Spiele mit mit einer ansprechenden Framerate ausführen kann, braucht es zunächst unbedingt einen leistungsstarken Prozessor. Außerdem sollte die Grafikkarte mindestens über einen Arbeitsspeicher von 8 GB verfügen. Weil die beiden Komponenten bei exzessivem Gebrauch schnell aufheizen, muss außerdem die Kühlung gut funktionieren.

Die Hersteller lösen das Problem unter anderem damit, dass sie ausreichend Platz für die Luftzirkulation einplanen. Ein Gaming Laptop wird dann aber auch meistens größer und wirkt klobiger als die üblichen Modelle. Denn die Hardware soll mehr Leistung zur Verfügung stellen und ist entsprechend dimensioniert.

Der Vergleich mit einem normalen Laptop

Gamer stellen auch an die Tastatur besondere Ansprüche. Für Videospiele ist oft die Haptik ein wesentliches Element, weshalb die Tastaturen bei Gaming-Laptops bestens ausgestattet sind und die normale Büro-Hardware weit übertreffen. In manchen für das Spielen optimierten Laptops haben die Anbieter sogar eine mechanisch arbeitende Tastatur eingebaut.

Besonders ein leistungsstarker Bildschirm garantiert ein optimiertes Erlebnis der Spiele. Verantwortlich für den verbesserten Gehalt von Video und Co. sind hohe Auflösungen des Displays und Bildschirmwiederholraten von 144 bis 240 Hz.

Im Einzelfall ist die Ausstattung der Gaming-Laptops sicher unterschiedlich. Manche Hersteller legen mehr Wert auf die Bildschirmanzeige, andere vernachlässigen die Eigenschaften der Tastatur. Auf jeden Fall sind die Gaming-Laptops auf hohe Anforderungen besser vorbereitet als ein normales Notebook.

Wann lohnt sich eine externe Grafikkarte?

Die externen Grafikkarten oder eGPUs („e“ steht für „extern“) wurden entwickelt, um einem Notebook zu mehr Grafikleistung zu verhelfen, besonders bei 3D-Anwendungen. Als eine zusätzliche Hardware verbindet man die Karte per Kabel mit dem Laptop, am Gerät müssen somit keine Veränderungen vorgenommen werden.

Für klassische Büroanwendungen sind hochwertige Grafiken nicht notwendig, also für das Arbeiten mit Texten, den E-Mail-Verkehr oder die Nutzung des Internet. Oft erfordern aber Gaming- oder auch Grafikprogramme eine bessere und vor allem leistungsstarke Grafik. Die externen Grafikkarte bietet dann zusätzliche Kapazitäten, allerdings ohne das Übertragungsproblem vollständig zu lösen.

Eine Anbindung über USB ist definitiv zu langsam, und auch Thunderbolt 3 gewährleistet nicht die ausreichende Bandbreite, wenn große Datenmengen anfallen. Die zur Zeit verfügbaren Schnittstellen führen immer noch zu höheren Latenzzeiten (Verzögerungen), die sich beim Gaming oder anderer aufwendiger Software regelmäßig störend bemerkbar machen. Aktuell können die angebotenen externen Modelle nämlich nur maximal zwischen 70 und 80 Prozent der Leistung einer Karte abrufen. Da ist es allemal oft sinnvoller, wenn eine neue Grafik intern verbaut wird.

Ist eine externe Grafikkarte eine gute Alternative?

In anderen Situationen profitiert der Anwender von einer zusätzlichen GPU. Für viele Grafikprogramme ist eine zusätzliche Karte eine sinnvolle Ergänzung. Ein Grafikdesigner etwa kann mit einer externen Grafik den Desktop-PC daheim lassen, wenn er mobil an seinen Projekten arbeiten will.

Ein durchschnittlicher Privat-Nutzer aber wird mit einer zusätzlichen Hardware keine Verbesserung wahrnehmen, wenn er seinen üblichen PC-Tätigkeiten nachgeht. Eine externe Aufrüstung scheitert außerdem bereits vielfach daran, dass die meisten Laptops nicht mit einem Thunderbolt-3-Anschluss ausgestattet sind.

Die Kombination von Notebook und externer Grafik

Für jemanden, der nur gelegentlich zum Zocken neigt, ist die externe GPU ebenfalls sinnvoll. Wenn er bereits ein leistungsstarkes Laptop einsetzen kann und keinen zusätzlichen Computer anschaffen will, findet sich in einer zusätzlichen Grafikkarte oft die perfekte Lösung für seine Erwartungen.

Leider entsteht bei dieser Hardware-Konstellation aber kein wesentlicher Preisvorteil. Denn für die grafische Optimierung ist es mit der Anschaffung einer zusätzlichen Grafikkarte nicht getan. Zusätzlich benötigt der Gamer nämlich noch ein Gehäuse, was die Ausgaben deutlich erhöht. Vielleicht führt das Zusammenstellen eines persönlichen Gaming-PCs bei einem begrenzten Budget doch zu einem besseren Ergebnis.

Denn am Ende erreicht die Kombination von externer Grafik und Notebook auf keinen Fall die Leistung der echten Gaming-Stations. Verantwortlich für die eingeschränkte Leistung ist unter anderem, das die übliche Übertragungsrate von Thunderbolt theoretisch nur 40 Gigabyte pro Sekunde erreicht. Denn nicht nur die angeschlossene Grafik-Karte liefert Daten, sondern auch andere Zusatz-Komponenten wie Gaming-Lautsprecher oder Bildschirme kommunizieren miteinander und dem Prozessor. All diese Daten wollen verarbeitet werden, und der Datendurchsatz der Karte verringert sich entsprechend. Mit dem Ergebnis, dass die Zusatzkomponente nicht ihre komplette Kapazität an das Display bringen kann.

Wie funktioniert die externe Grafikkarte?

Der Thunderbolt-Anschluss wurde bereits mehrfach erwähnt. Der Port wurde von den Hardware-Giganten Intel und Apple gemeinsam entwickelt und findet sich folglich meist in den MacBooks.

Aber auch Rechner von Razer oder Dell sind vielfach mit der neuen Verbindungs-Technik ausgestattet. Die Anschlüsse ähneln einem USB-C-Port und ermöglichen in der älteren Variante eine Datenübertragung bis zu 40 Gigabyte pro Sekunde, Thunderbolt 3 bringt es auf 70 bis 80 Gigabyte.

Bei der Auswahl von Karte und Gehäuse kommt es nicht selten zu Problemen, weil die Komponenten nicht kompatibel sind. Für die üblichen Gehäuse kann eine Grafikkarte mit hoher Leistung etwas zu lang ausfallen. Außerdem muss die Stromzufuhr für die GPU ausreichen.

AMD oder Nvidia?

Auch die Karten der bekanntesten Hersteller Nvidia und AMD funktionieren nicht mit allen Betriebssystemen. Besonders das MacOs von Apple verweigert meist die Zusammenarbeit mit einem Grafikprozessor von Nvidia. Denn in den Rechnern des wertvollsten Konzerns der Welt finden sich meist nur AMD-Grafiken, Treiber für Nvidia-Produkte sind kaum verfügbar. Wer seinen Gaming-Laptop mit diesen Karten aufrüsten will, dem steht nur eine geringe Auswahl zur Verfügung.

Fazit

Für viele Nutzer ist das Notebook aus dem Computer-Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit seiner Flexibilität ermöglicht es ein mobiles Arbeiten an verschiedenen Standorten. Der User wird unabhängig von seinem Schreibtisch und kann in allen Räumen und auswärtigen Gelegenheiten seiner Tätigkeit nachgehen.

Leider aber erreicht die Leistung der Geräte oft ihre natürliche Grenze, wenn anspruchsvolle Anwendungen zum Einsatz kommen. Grafik-Programme oder anspruchsvolle Computer-Spiele überfordern die reduzierten Komponenten doch allzu oft. Deshalb ist besonders die externe Grafikkarte für viele eine praktikable Lösung, damit für das Vergnügen zwischendurch nicht extra ein Gaming-Laptop angeschafft werden muss.

Aber Vorsicht ist geboten: Denn die aktuelle Verbindungstechnik schränkt den Gebrauch der Auswärtigen doch vielfach ein. Wer mit mittleren Ansprüchen eine zusätzliche Grafikkarte anschließt, kann noch mit einer zufriedenstellenden Darstellungen auf dem Display rechnen. Ein Grafikdesigner etwa erhält ein wesentliche besseres Bild, als ein integrierter Grafikprozessor jemals liefern kann. Der anspruchsvolle Gamer aber wird nicht immer zufrieden sein mit der Leistung einer externen Karte, denn seine Erwartungen können aufgrund der zu geringen Datenübertragung nicht immer erfüllt werden.